Langholz

Langholz

Allgemeine Aushaltung

  • Fichte, Tanne, Douglasie , Kiefer
  • Länge 15m - 21m Zweitlängen 8m -14m (Zeitlängen immer mit Abschlägen)
  • Mindest-Zopfdurchmesser 15cm ohne Rinde
  • gesund, gerade
  • gemessen oder ungemessen

Mittenstärkesortierung von "B"-Stammholz

Beim Aushalten von Langholz wird dieses ebenfalls nach der Güte und der Mittenstärke einsortiert. So ist es zum Beispiel möglich, einen Stamm, dessen Erdstück astfrei ist, sein oberes Ende aber dennoch einige gesunde Äste von kleinem oder mittlerem Durchmesser aufweist (s. u.), als „B-Holz“ zu deklarieren und somit eine größere Wertschöpfung zu erzielen.
Das Zopfstück wurde hier wegen seiner Grobastigkeit als ein 4,10m-Abschnitt der Güte „C“ ausgehalten.
Das untere Stammstück muss hier mindestens 21,21m lang sein (Längenübermaß: 1cm pro lfm). S
tammholz sollte eine Mindestlänge von 15m bis zu einer Maximallänge von 21m, nach Möglichkeit jedoch besser zwischen 16 m und 21 m haben.
Der Mindestzopfdurchmesser beträgt ebenso 15cm o.R., der maximale Stockdurchmesser darf 60 cm nicht überschreiten.

Schema Mittenstärkesortierung von "B"-Stammholz
Schema Mittenstärkesortierung von "B"-Stammholz

Mittenstärkesortierung von "C"-Stammholz

Randbäume dagegen sind naturgemäß wegen ihrer Traufbildung grobastiger. Aus diesem Grunde fällt meist der gesamte untere Stamm ins „C-Holz“.
Da das Gipfelstück häufig weitaus stärker von Ästen durchzogen ist („schlechtes C-Holz“), wird diese in „D-Holz“ sortiert.

Schema Mittenstärkesortierung von "C"-Stammholz
Schema Mittenstärkesortierung von "C"-Stammholz

Mittenstärkesortierung von überstarkem Holz

Die Aushaltung von überstarkem Holz (Ø>60 cm bis 150cm Stockdurchmesser) bringt Besonderheiten mit sich: wegen der besonderen Holzstärke werden solche Stammteile nur von sehr wenigen Sägewerken verarbeitet (siehe folgendes Beispiel). Die Erdstammteile sind wegen ihres „überdimensionalen“ Durchmessers als „5,10m-Abschnitte“ mit mind. 42cm Zopfdurchmesser auszuhalten. Der Reststamm kann entweder als Langholz (Güte „B o. C“) oder zu „Fixlängen“ (Güte „B/C“) zusammengeschnitten werden.

Schema Mittenstärkesortierung von überstarkem Holz
Schema Mittenstärkesortierung von überstarkem Holz

Mittenstärkesortierung bei Faulstücken

Auch hier erfolgt die Sortierung nach der Mittenstärke in Kombination mit der Güteklasseneinstufung. Da die Erdstammteile für gewöhnlich eine bessere Holzbeschaffenheit (Güte “A o. B. o C”) haben, fallen diese eher selten ins „C-Holz“. Wenn die Bäume jedoch so stark sind, dass noch ein zweites Stück (5,1m) abgetrennt werden muss, weil der Stock immer noch über 60cm liegt, wird der Stamm aufgrund der Astigkeit öfter ins “C” Sortiert.

Beim letzten Beispiel (Fäule im Stamm) sind die ersten zwei Erdstammstücke von Rotfäule durchzogen (erkennbar an beiden Trennschnitten! siehe Abbildung). Diese fallen somit automatisch in die Güteklasse „D“. Das letzte Stammstück wird wegen seiner Astigkeit ebenfalls ins „D-Holz“ einsortiert. Das gesunde Mittelstück ist für Langholz zu kurz und muss folglich als Fixlänge (Güte B/C) ausgehalten werden.

Schema Mittenstärkesortierung bei Faulstücken
Schema Mittenstärkesortierung bei Faulstücken

Mittenstärkesortierung bei Fäule mit geringer Ausdehnung

Bei Stämmen, bei denen sich die Fäule erfahrungsgemäß nur eine kurze Strecke in den Stamm hineinzieht (Rotfäule v. a. im Erdstammbereich), kann es zweckmäßig sein, den faulen Bereich als Brennholz abzuschneiden. Man spricht hier vom sogenannten „Gesund-Schneiden“. Die Ausbeute an „B-Holz“ ist somit größer als bei Aushaltung von einem 4,10 m bzw. 5,10 m „D-Abschnitt“, wodurch also eine Wertsteigerung erreicht wird. Das Gipfelstück wird wieder als „D-Holz“ sortiert.

Schema Mittenstärkesortierung bei Fäule mit geringer Ausdehnung
Schema Mittenstärkesortierung bei Fäule mit geringer Ausdehnung