Wiederherstellungsverordnung W-VO
No Deal zu weiteren Eingriffen in Bewirtschaftung und Eigentumsrechten – Ihre Stimme gegen die W-VO und die Zerstörung unserer Wälder!
Sehr geehrte Mitglieder,
die Wiederherstellungsverordnung ist nicht nur ein Bürokratiemonster, sondern die einschneidendste Verschärfung des europäischen Umweltrechts seit Natura 2000. Und jetzt ist der gesamte Wald betroffen!
In einem Hau-Ruck-Verfahren werden im Moment Tatsachen mit weitreichenden Folgen für unseren Wald, unser Eigentum und die Bewirtschaftung geschaffen.
- Spätestens bis 2030 werden unsere Wälder flächendeckend kartiert - mit einem regelmäßigen Monitoring und Berichtspflichten.
- Unsere Zukunft: Lebensraumtypen und gesetzlich vorgeschriebene Baumarten, die laut allen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Prognosen in 50 Jahren von vielen Standorten getilgt sein werden. Waldumbaumaßnahmen müssen ggfs. rückabgewickelt werden.
- Rückwärtsgang beim Waldumbau: Erst wenn ein vorgeschriebener Lebensraum vollständig zerstört ist, darf ein klimaresilienter Mischwald begründet werden.
- Der „gute Zustand“ wird zum Betriebsrisiko, da künftig auch außerhalb von FFH-Gebieten ein Verschlechterungsverbot gelten wird!
- Die Finanzierung der Umsetzung ist völlig unklar. Weder in der EU noch auf Bundesebene gibt es zusätzliche Finanzmittel.
- Die sich immer weiter verschärfende Rechtsprechung führt dazu, dass das Risiko für Waldbesitzende, „mit einem Bein im Gefängnis zu stehen“, zunimmt.
Es begann mit einem politischen Eklat. 2024 wurde das Nature Restauration Law, die Wiederherstellungsverordnung, mit nur knapper Mehrheit verabschiedet. Von Anfang an war das Gesetz hoch umstritten. Mal wieder war nicht das grundsätzliche Ziel das Problem, sondern wie dies konkretisiert und erreicht werden soll.
Mit Käseglocke und statischen Ansätzen von vorgestern, können die Herausforderungen des Klimawandels nicht angegangen werden!
Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Rundschreiben und auf der Website "Unser-Green-Deal"
Wir müssen jetzt unsere Stimme gegen die W-VO erheben! Derzeit zeigt sich die Politik und Verwaltung auf Bundesebene und in der EU weitestgehend taub gegenüber unseren Argumenten. Bisher hat die EU-Kommission das NRL in keinen Umweltomnibus der EU-Kommission aufgenommen.
Wenn wir 700.000 Waldbesitzende, Forstbetriebe und Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse jetzt laut werden, können wir auch wichtige politische Initiativen aus Bayern, wie die aktuelle Bundesratsinitiative zum Stopp der W-VO unterstützen.
